Als besonderes Naturschutz-Highlight betreut die Stiftung Naturschutz Dornum seit mehreren Jahren zusammen mit dem Nationalpark-Haus Dornumersiel im Raum der Gemeinde Dornum ein knapp 4 ha großes Schilffeuchtgebiet, das unter anderem faunistische und floristische geschützte Arten beherbergt. Hier finden sich zum Beispiel Schilfrohrsänger, Blaukehlchen, Mönchgrasmücke, Rohrweihen und gelegentlich auch Wiesenweihenbrut. Im Gebiet werden bis zu 8 Paare Wachteln sowie auch noch Rebhühner regelmäßig nachgewiesen.
Diese Flächen sind seit gut 40 Jahren der natürlichen Sukzession überlassen, es findet keine flächenhafte Entwässerung im Gebiet statt. Angrenzend befindet sich mesophiles Grünland, welches nicht flächenhaft drainiert ist, mit extensiver Beweidung sowie begrenzter Mahd mit herkömmlicher Meedenbeetstruktur. Die Flächen nahe dem Nationalpark „Niedersächsisches Wattenmeer“ grenzen direkt an ein altes Entwässerungstief. Die Feuchtwiesen sind für Bodenbrüter wie Kiebitze ein attraktives Brutgebiet.
Verschiedene Orchdieenarten, wie Knabenkräuter und einer der größten Bestände des Sumpfwurzes im Festlandsbereich der Küste kommen hier vor. Für den Artenschutz sind Pflegemaßnahmen mit gezielter Mahd und Entnahme des Mähgutes in Vorbereitung.


